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Nach­haltig­keit im Garten- und Land­schafts­bau

Der konse­quente Ver­zicht auf Tropen­holz unter­stützt das Ster­ben der Regen­wälder. Den­noch zählen im Handel Par­kett­böden, Türen oder Garten­möbel aus Tropen­holz noch immer zum Grund­sorti­ment, ob­wohl es öko­logisch unbe­denk­liche Alter­nativen gibt. Warning Garten + Landschaftsbau aus Maintal zeigt Ihnen, was Nach­haltig­keit im Gar­ten- und Land­schafts­bau bedeutet.

Eine Frau erntet Gemüse im Garten, ein Kind steht daneben, im Hintergrund ein Haus bei Sonnenlicht.

Warum ist Tropenholz so beliebt?

Besonders im Außen­bereich muss ein Möbelstück aus Holz extrem witterungs­beständig sein. Die Bäume des Regen­waldes lagern sehr viele Abwehr­stoffe ein, um das Holz vor Pilzen und Parasiten zu schützen. Diese Stoffe verleihen ihm die entsprech­ende Farbe und Härte. Das Holz wird dadurch dauerhaft haltbar, witterungs­beständig und widerstands­fähig.

Die Bäume aus dem tropischen Regen­wald sind aus diesen Gründen ein begehrter Roh­stoff. Zudem ist das Holz besonders preiswert. Nach dem ein Baum im Regen­wald abgesägt wurde, kommt jedoch leider niemand zum Nach­pflanzen. So wird ein Wald nach dem anderen vernichtet. Hinzu kommen illegale Geschäfte und niedrige Löhne, die am Handel mit Tropen­holz negativ haften.

Verzicht - zum Schutz des Regen­waldes

Aus Gründen der Nach­haltig­keit und der Natur­liebe lohnt es sich, gegen Tropen­holz aus und für Möbel und Holz­produkte aus heim­ischen Holz­arten einer nach­haltigen Forst­wirt­schaft zu ent­scheiden.

Mittler­weile gibt es zahl­reiche gut geeignete Holz­arten, die eine echte Alter­native zu Tropen­holz darstellen.

Moos wächst auf einem liegenden Baumstamm im Wald, Sonnenlicht fällt auf das grüne Moos.

Pflanzen und Steine von regio­nalen Liefe­ranten

Sowohl unter ökolo­gischen, als auch unter öko­nomischen Gesichts­punkten em­pfehlen wir grund­sätzlich den Einsatz von Gehölzen, Zier­pflanzen und Stauden regio­naler Liefer­anten bzw. Gewächs­häuser, denn kurze Trans­port­wege entlasten Umwelt und Klima, Arbeits- und Aus­bildungs­plätze bleiben erhalten. Und weil regional gezogene Pflanzen gesund, robust und an das heimische Klima ange­passt sind, werden Sie lang und nach­haltig Freude mit diesen Gewächsen haben.

Grüne Gräser mit langen, flauschigen, rosa-weißen Ähren im Sonnenlicht, im Vordergrund und Hintergrund.

Regional gezogene Pflanzen: gesund, robust, angepasst

Ebenso verhält es sich bei der Wahl des passenden Naturstein-­Lieferanten. Falls Ihnen das Material aus den regio­nalen Stein­brüchen nicht zusagt, befür­worten wir alternativ Natur­steine aus dem weit­läufigen Bundes­gebiet oder den euro­päischen Nachbar­ländern. Hier können Sie sicher sein, dass Umwelt­auf­lagen und Arbeits­bedin­gungen im Bereich Abbau und Verarbei­tung von Natur­steinen gesetzlich geregelt sind. Keine Kinder- und Zwangs­arbeit, Arbeits­schutz sowie existenz­sichernde Löhne sind einige Beispiele an sozialen Aspekten, die bei dieser Regelung Berück­sichtigung finden. Diese Standards können für Länder wie bspw. China, Indien, Brasilien, Südafrika oder Iran nicht unein­geschränkt gewähr­leistet werden.

Natur­stein statt künst­licher Bau­stoffe

Im Gegensatz zu künstlichen Baustoffen (z.B. Beton­werkstein) beschränkt sich der Herstel­lungs­aufwand bei Naturstein lediglich auf das Sägen, was einen äußerst geringen Energie­aufwand und somit auch einen geringen CO2-Ausstoß erfordert. Weiterhin wird das für diesen Prozess benötigte Wasser umwelt­schonend gereinigt und via Umlauf­verfahren immer wieder genutzt. Es geht nichts verloren, selbst der Naturstein an sich kann nach lang­jährigem Einsatz wunderbar recycelt und beispiels­weise zu Schotter oder Mauer­steinen weiter­verarbeitet oder zur Wieder­auffüllung von Stein­brüchen verwendet werden.

Die Investitions­kosten sind etwas höher als bei künstlichen Belägen, die extrem niedrigen Lebens­zyklus-­Kosten heben diesen Mehr­aufwand allerdings mehr als auf. Im Laufe der Jahre entwickelt Naturstein eine natürliche Patina, die den Stein schützt und das optische Erscheinungs­bild reizvoll aufwertet. Reinigungs- und Wartungs­kosten sind daher, wenn überhaupt, nur minimal zu erwarten.

Mauer aus unregelmäßigen Natursteinen und roten Ziegelsteinen, grob verfugt, in Nahaufnahme.

Besonders erschwinglich sind heimische Steinarten wie Sandstein, Muschelkalk oder Travertin. Aus dem euro­päischen Umland sind Marmor, Granite, Vulkanite oder Kalk­steine eine beliebte Wahl.

Woran erkennt man Tropen­holz?

Tropenholz ist häufig preiswerter als qualitativ vergleichbare heimische Arten, weil die Bäume im Regenwald "kostenlos" geplündert werden.. Es wird häufig als "Echtholz", "Hartholz" verkauft. Exotische Namen werden ihm auch oft verliehen.

Einheimisches Holz ist teurer, weil in dessen Preis die Kosten für die Pflege der Wälder und die Verwaltung enthalten sind. Dieser Posten fehlt bei Holz aus den tropischen Regenwäldern.

Mehrere frisch geschnittene Baumstämme mit sichtbaren Jahresringen liegen gestapelt nebeneinander.
Frau in weißem Kleid sitzt barfuß auf einer Holzbank auf dunklen Fliesen, Sonnenlicht und Schatten sichtbar.

Tropenhölzer mit Zertifikat

Im Umlauf sind über 100 verschiedene „Holz- und Waldsiegel“. Sogar ein Fachmann kann das nicht überblicken und erst recht nicht prüfen. Die meisten Label sind reiner Etiketten­schwindel, erfunden von der Industrie. Für den Verbraucher ist schwer kontrollierbar, ob ein Zertifikat tatsächlich hält, was es verspricht.

Die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft und diverse Umweltverbände empfehlen derzeit nur ein "zuverlässiges" Zertifikat für Tropenhölzer: das FSC-Siegel.

Grünes FSC-Logo mit stilisiertem Baum und Schriftzug „FSC“ auf weißem Hintergrund.

Alternativen zu Tropenholz

Einige einhei­mische Hölzer können Tropenholz ersetzen. Deshalb kann bedenkenlos auf tropische Hölzer verzichtet werden.

Robinie für (Garten)­möbel

Gartenstühle und Tische aus heimischer Robinie sind genauso wetterfest wie Garten­möbel aus Teakholz. Als Alternative zum Tropen­holz setzt sich die Robinie (Robinia) mehr und mehr durch. Wie viele Tropen­hölzer besitzt das Holz der Robinie eine hohe Dichte (deutlich über der Eiche), eine hohe natürliche Haltbar­keit (positiv zur Verwen­dung im Garten) und eine sehr hohe Resistenz gegen­über Insekten und Pilzen.

Auch der Wohnzimmer­schrank aus Teak ist überflüssig. Schwarzer Nuss­baum, rötlich­gelbe Erle, weißer Ahorn, gemaserte Kirsche und Linde lassen Teak leicht vergessen.

Lärche und Eiche für das Fenster

Die Fenster eines baye­rischen Fachwerk­hauses müssen nicht aus Meranti sein. Lärche ist ein gut zum Fensterbau geeignetes einheim­isches Holz. Das schwere Eichen­holz kann ebenfalls im Außen­bereich verwendet werden, es ist witterungs­beständig; für die Rotbuche gilt das nicht.

Wenge für den Boden

In öffentlichen Gebäuden werden oft pflege­leichte Holzfuß­böden verlegt. Dazu wird häufig Wenge verwendet, ein hartes und pflege­leichtes Holz aus dem tropischen Afrika, das edel aussieht. Alternativ zu Wenge kann Robinie verwendet werden, welches unempfind­lich gegen Reinigungs­mittel und des­wegen auch ideal für Fuß­böden geeignet ist. Der Preis von Robinien­parkett ist vergleichs­weise günstig.

Robinie statt Bongossi

Im Küstenschutz und Wasserbau wurde und wird Bongossi verwendet. Für Ufer­befesti­gungen, Brücken und Stege, Schleusen­tore oder auch Molen­befestigungen. Der einzige Ersatz für Bongossi im Wasserbau ist die Robinie .

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